Produktbeschreibung:
Das Kombina TT ist ein zementgebundener, rein mineralischer und durch Microsilika vergüteter
Einkomponenten - Beschichtungsmörtel mit der Körnung < 1mm, der für das Beschichten
von Trinkwasserbehältern, - rohren, Muffen und Formstücken seine Anwendung findet.
Die Mörteleigenschaften sind im technischen Merkblatt aufgeführt.
Anforderungen an den Betonuntergrund:
- Der Beton- und Stahlbetonuntergrund soll frei sein von
- ausgehärteter Zementschlämme- Fehlstellen, wie z.B. Kiesnester
- Altbeschichtungen
- Ausblühungen bzw. Aussinterungen
- Graten ( aus optischen Gründen )
- Losen Teilen, z.B. schollenförmige Abplatzungen aufgrund zu geringer Betonüberdeckung über der Bewehrung.
- Fremdstoffen, z.B. Öl, Schalöl, Fett, Paraffine, Chloride, Sulfate,Trennmittel, Hydrophobierungen und sonstigen Verunreinigungen.
Der Untergrund darf nicht absanden und soll keine Lunker aufweisen.
Der Betonuntergrund muß eine rauhe und griffige Oberfläche aufweisen, d.h., das Korn muß sichtbar sein.
Der zu beschichtende Beton soll die Bedingungen der Festigkeitsklasse eines B 25 nach DIN 1045 erfüllen. Kontrolle mittels Rückprallhammer.
Bei einer Festigkeit< B 25 ist Rücksprache zuhalten.
Die Zugfestigkeit des Untergrundes soll i. M. 1.5 N/qmm und einem kleinsten Einzelwert von > 1,0 N/qmm nach DafStb - Rili SIB aufweisen ( Ausgabe August 90, Teil 1 + 2)
Die geforderte Betonüberdeckung gem. DIN 1045 sollte vorhanden sein. Freiliegende Bewehrungsstähle sind mittels Nadelhammer augenscheinlich zu entrosten und anschliessend mit einer Kombina TT - Schlämme zu bestreichen,um einen langfristigen Korrosionsschutz zu erzielen.
Vorhandene Risse sind kraftschlüssig zu schließen.
Die Oberflächentemperatur muß > 1 Grad C. vor dem Beschichten aufweisen, d. h., es darf kein Eisbildung an der Oberfläche vorhanden sein.
Vorbereitung des Betonuntergrundes:
Um die o. aufgeführten Kriterien zu erfüllen ist die Betonoberfläche sand- bzw. höchstdruckwasser zu strahlen. Nach dem Strahlen sind Fehlstellen von Hand mit Kombina TT auszuspachteln. Der Untergrund muß vor der Beschichtung bis zur Wassersättigung 24 Stunden vorgenäßt werden, da sonst dem Zementleim zur Erhärtung notwendige Anmachwasser entzogen wird.
Das Porensystem des Betonuntergrundes darf so viel Wasser aufnehmen, daß nach augenscheinlicher Betrachtung die Oberfläche glänzend wirkt. Die Oberfläche soll aber keinen tropf- baren Wasserfilm aufweisen. Um eine optimale Befeuchtung zu erzielen, ist es anzuraten, vor Aufbringen des Mörtels die Betonoberfläche mittels eines Wasserberieselungssystems 24 Stunden lang zu bewässern.
Beschichten des vorbereiteten Betonuntergrundes:
Das Beschichten des Betonuntergrundes geschieht im Naßspritzverfahren. Der Trockenmörtel Kombina TT wird möglichst am Verarbeitungsort mittels Zwangsmischgeräten (Tellermischern) bei einer
Wasserzugabe von 15% - 18% bezogen auf das Trockenmörtelgewicht homogen gemischt. Die Konsistenz sollte sich im plastischen Bereich einstellen. Die Gesamtmischdauer für das Kombina TT beträgt
mindestens 5 Minuten. Der so vorgemischte Mörtel wird über eine Schneckenpumpe und entsprechende Mörtelhochdruckschläuche im Dichtstrom zu einer Spritzdüse gefördert, an deren Ende
Luft (mit 3-5 bar) mittels eines Kompressors zugeleitet wird. Der Pumpendruck, der für den Mörteltransport in den Schläuchen notwendig ist, beträgt ca. 8 - 12 bar, bei einem Schlauchdurchmesser
von einem Zoll und einer Länge von 10 Metern. Bei längeren Schlauchleitungen steigt der Pumpendruck bis zu 40 bar. Der Druck ist abzulesen an einem an der Pumpe installierten Druckmanometer. Die Kompressoranlage
zur Luftzuführung muß einen integrierten Ölabscheider und Filter aufweisen, damit der benötigte Luftstrom keine Verunreinigungen aufweist.
Der Spritzdüsenkopf hat einen
Austrittsdurchmesser von 6 - 12mm. Zuerst wird eine Haftbrücke
in einer Dicke von ca. 2 mm aufgebracht, in dem man den
Mörtel über
die Spritzdüse
luftdruckunterstützt in einem Arbeitsgang in kreisförmiger Drehbewegung
mit ca. 3 - 5 bar aufspritzt, wobei die Spritzdüse immer senkrecht
zum Untergrund und in einem Wandabstand von ca. 50 cm zu
führen ist.
Die Haftbrücke ist spritzrauh zu belassen und vor dem Beschichten
zu nässen. Je nach geforderter Beschichtungsstärke wird das beschriebene
Beschichtungsverfahren möglichst Naß in Naß in mehreren
Arbeitsgängen wiederholt, wobei die max. Frischmörtelspritzdicke
eines Arbeitsganges 5 bis 10 mm betragen sollte. Sprühnebelfilmbildungen
auf noch zu beschichtenden Flächen sollen vermieden, bzw. durch Abwaschen
beseitigt werden. Die Verarbeitungszeit des Frischmörtels beträgt
ca. 40 Minuten, bei einer Außentemperatur von 20 Grad C. Es ist darauf
zu achten, daß die Mörtelschläuche keiner intensiven Sonnenbestrahlung
ausgesetzt werden und daß Spritz- und Pumppausen bei hohen Umgebungstemperaturen
max. 10 Minuten betragen dürfen, da der Mörtel unter hohem Druck
und hohen Temperaturen schneller hydratisiert und es zu Verstopfungen
im Mörtelschlauchsystem kommen kann.
Zwischen dem Auftragen von 2 Schichten
sollten nicht mehr als 3 Tage, aber mindestens 2-3 Stunden
liegen und die Oberfläche ist stets so zu befeuchten, daß sie
vor der nächsten
Beschichtung glänzend wirkt.
Ist eine Pause von mehr als 1 Tag absehbar, ist die frisch
gespritzte Oberfläche mit einem Zahnspachtel wellenförmig zu
strukturieren, um der Folgeschicht ein ausreichendes Oberflächenrelief
zu bieten. Sie darf nicht abtrocknen, d.h. hell werden.
Sollte sich, bedingt durch Stillstandszeiten, trotzdem
eine Zementleimhaut gebildet haben, so ist diese wahlweise
mittels Sand- bzw. Hochdruckwasserstrahlen wieder aufzurauhen, da sich
stets eine Trennschicht bildet.
Die Oberfläche
zwischen den einzelnen Schichten darf nicht geglättet werden, lediglich
die Abschlußbeschichtung, wobei kurz vor dem Glätten mit
einem Edelstahlglätter die Oberfläche mittels Besen oder.
Quast abgezogen wird, um Lufteinschlüsse während des Glättvorganges
zu vermeiden.
Bei stark korrodierten und demnach
zerklüfteten Oberflächen
ist der Frischmörtel nach dem 1. bzw. 2. Beschichtungsvorgang
mittels Bürstverfahren zu egalisieren, um nach Abschluß der Beschichtung
ein homogenes Spritzbild zu erzielen. Bauwerksfugen sind zu übernehmen
und dauerelastisch auzubilden. Der Materialverbrauch des Kombina TT beträgt
21 kg/qm bei einer Beschichtungsdicke von 10 mm, wobei ein Rückprallverlust
von ca. 3% einzurechnen ist.
Nachbehandlung der Mörtelbeschichtung:
Die fertige Beschichtungsoberfläche ist grundsätzlich vor einem zu schnellen Austrocknen zu schützen.
Wechselbelastungen: trocken naß trocken
usw. sind auszuschließen. Die fertigen Oberflächen werden
entweder mit nassen Tüchern oder Laken abgedeckt und mit Kunststoff-Folie
gegen das Austrocknen geschützt. Ein anderer Oberflächenschutz
ist kontinuierliches Nachbefeuchtung über einen Zeit von
mindestens 3 Tagen mittels Wasserberieselungsanlagen, wie
bei der Betonuntergrundvorbereitung beschrieben. Berieselung nicht vor
24 Stunden bei 20°C beginnen Starker Wind, Durchzug, sowie intensive
Sonneneinstrahlung wirken sich negativ auf den Erhärtungsvorgang
des Mörtels aus. ( Gefahr der Schwindrißbildung )
Bei geschlossenen Trinkwasserbehältern
sind nach Arbeitsende die Luken zu schließen. Deckenflächen, die von außen direkt durch die Sonne beschienen werden, müssen trotzdem befeuchtet werden. Die Oberflächentemperatur kann stark steigen und zur Wasserverdunstung auch bei geschlossenen Behältern führen. |