Zur HomepageAnfrageIngenieurleistungen - Produkte und Verfahren für Bau und Sanierung von Kanälen, Rohren, Behältern, Straßen, Industrieböden, Ankern

Termine
Produkte
Mörteltechnologie
Kanalsanierung
Kontakt
Links
AGB
Kasper Technologie Ltd
									Salzburger Str. 44
									4690 Schwanenstadt
									Austria
									Tel: +43-07673-2320
									Fax: +43-07673-23203
 
ERGELIT-TT

Einsatzmöglichkeiten:
  • Beschichten von Trinkwasserbehältern, -rohren, Muffen und Formstücken

Eigenschaften:

  • mikrobiologisch unbedenklich
  • wasserbelastbar nach 24 Stdunden bei 20 °C Umgebungstemperatur
  • wasserundurchlässig gemäß DIN 1045
  • thixotrop
  • alkalisch
  • sehr gute Haftung zum Untergrund
  • hohe Abriebfestigkeit
  • Haftfestigkeit > 2 N/mm²
  • im geschlossenen Behälter schrumpf- und schwindfrei
  • Rückprall ca. 3 % bei guten Spritzbedingungen in Nassspritzverfahren

Beständigkeit:
  • beständig gegen schwachen Angriff nach DIN 4030
  • bei pH 6-9 langzeitig
  • wasserdicht gem. DIN 1045



25 Kg Sack ERGELIT Kombina TT

Spritzanleitung für den ERGELIT Beschichtungsmörtel Kombina TT im Naßspritzverfahren

Produktbeschreibung:
 
Das Kombina TT ist ein zementgebundener, rein mineralischer und durch Microsilika vergüteter Einkomponenten - Beschichtungsmörtel mit der Körnung < 1mm, der für das Beschichten von Trinkwasserbehältern, - rohren, Muffen und Formstücken seine Anwendung findet. Die Mörteleigenschaften sind im technischen Merkblatt aufgeführt.
 
Anforderungen an den Betonuntergrund:
  • Der Beton- und Stahlbetonuntergrund soll frei sein von
  • ausgehärteter Zementschlämme- Fehlstellen, wie z.B. Kiesnester
  • Altbeschichtungen
  • Ausblühungen bzw. Aussinterungen
  • Graten ( aus optischen Gründen )
  • Losen Teilen, z.B. schollenförmige Abplatzungen aufgrund zu geringer Betonüberdeckung über der Bewehrung.
  • Fremdstoffen, z.B. Öl, Schalöl, Fett, Paraffine, Chloride, Sulfate,Trennmittel, Hydrophobierungen und sonstigen Verunreinigungen.

Der Untergrund darf nicht absanden und soll keine Lunker aufweisen.
Der Betonuntergrund muß eine rauhe und griffige Oberfläche aufweisen, d.h., das Korn muß sichtbar sein.
Der zu beschichtende Beton soll die Bedingungen der Festigkeitsklasse eines B 25 nach DIN 1045 erfüllen. Kontrolle mittels Rückprallhammer.
Bei einer Festigkeit< B 25 ist Rücksprache zuhalten.
Die Zugfestigkeit des Untergrundes soll i. M. 1.5 N/qmm und einem kleinsten Einzelwert von > 1,0 N/qmm nach DafStb - Rili SIB aufweisen ( Ausgabe August 90, Teil 1 + 2)
Die geforderte Betonüberdeckung gem. DIN 1045 sollte vorhanden sein. Freiliegende Bewehrungsstähle sind mittels Nadelhammer augenscheinlich zu entrosten und anschliessend mit einer Kombina TT - Schlämme zu bestreichen,um einen langfristigen Korrosionsschutz zu erzielen.
Vorhandene Risse sind kraftschlüssig zu schließen.
Die Oberflächentemperatur muß > 1 Grad C. vor dem Beschichten aufweisen, d. h., es darf kein Eisbildung an der Oberfläche vorhanden sein.

Vorbereitung des Betonuntergrundes:

Um die o. aufgeführten Kriterien zu erfüllen ist die Betonoberfläche sand- bzw. höchstdruckwasser zu strahlen. Nach dem Strahlen sind Fehlstellen von Hand mit Kombina TT auszuspachteln. Der Untergrund muß vor der Beschichtung bis zur Wassersättigung 24 Stunden vorgenäßt werden, da sonst dem Zementleim zur Erhärtung notwendige Anmachwasser entzogen wird.

Das Porensystem des Betonuntergrundes darf so viel Wasser aufnehmen, daß nach augenscheinlicher Betrachtung die Oberfläche glänzend wirkt. Die Oberfläche soll aber keinen tropf- baren Wasserfilm aufweisen. Um eine optimale Befeuchtung zu erzielen, ist es anzuraten, vor Aufbringen des Mörtels die Betonoberfläche mittels eines Wasserberieselungssystems 24 Stunden lang zu bewässern.

Beschichten des vorbereiteten Betonuntergrundes:
 
Das Beschichten des Betonuntergrundes geschieht im Naßspritzverfahren. Der Trockenmörtel Kombina TT wird möglichst am Verarbeitungsort mittels Zwangsmischgeräten (Tellermischern) bei einer Wasserzugabe von 15% - 18% bezogen auf das Trockenmörtelgewicht homogen gemischt. Die Konsistenz sollte sich im plastischen Bereich einstellen. Die Gesamtmischdauer für das Kombina TT beträgt mindestens 5 Minuten. Der so vorgemischte Mörtel wird über eine Schneckenpumpe und entsprechende Mörtelhochdruckschläuche im Dichtstrom zu einer Spritzdüse gefördert, an deren Ende Luft (mit 3-5 bar) mittels eines Kompressors zugeleitet wird. Der Pumpendruck, der für den Mörteltransport in den Schläuchen notwendig ist, beträgt ca. 8 - 12 bar, bei einem Schlauchdurchmesser von einem Zoll und einer Länge von 10 Metern. Bei längeren Schlauchleitungen steigt der Pumpendruck bis zu 40 bar. Der Druck ist abzulesen an einem an der Pumpe installierten Druckmanometer. Die Kompressoranlage zur Luftzuführung muß einen integrierten Ölabscheider und Filter aufweisen, damit der benötigte Luftstrom keine Verunreinigungen aufweist.

Der Spritzdüsenkopf hat einen Austrittsdurchmesser von 6 - 12mm. Zuerst wird eine Haftbrücke in einer Dicke von ca. 2 mm aufgebracht, in dem man den Mörtel über die Spritzdüse luftdruckunterstützt in einem Arbeitsgang in kreisförmiger Drehbewegung mit ca. 3 - 5 bar aufspritzt, wobei die Spritzdüse immer senkrecht zum Untergrund und in einem Wandabstand von ca. 50 cm zu führen ist. Die Haftbrücke ist spritzrauh zu belassen und vor dem Beschichten zu nässen. Je nach geforderter Beschichtungsstärke wird das beschriebene Beschichtungsverfahren möglichst Naß in Naß in mehreren Arbeitsgängen wiederholt, wobei die max. Frischmörtelspritzdicke eines Arbeitsganges 5 bis 10 mm betragen sollte. Sprühnebelfilmbildungen auf noch zu beschichtenden Flächen sollen vermieden, bzw. durch Abwaschen beseitigt werden. Die Verarbeitungszeit des Frischmörtels beträgt ca. 40 Minuten, bei einer Außentemperatur von 20 Grad C. Es ist darauf zu achten, daß die Mörtelschläuche keiner intensiven Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden und daß Spritz- und Pumppausen bei hohen Umgebungstemperaturen max. 10 Minuten betragen dürfen, da der Mörtel unter hohem Druck und hohen Temperaturen schneller hydratisiert und es zu Verstopfungen im Mörtelschlauchsystem kommen kann.

Zwischen dem Auftragen von 2 Schichten sollten nicht mehr als 3 Tage, aber mindestens 2-3 Stunden liegen und die Oberfläche ist stets so zu befeuchten, daß sie vor der nächsten Beschichtung glänzend wirkt. Ist eine Pause von mehr als 1 Tag absehbar, ist die frisch gespritzte Oberfläche mit einem Zahnspachtel wellenförmig zu strukturieren, um der Folgeschicht ein ausreichendes Oberflächenrelief zu bieten. Sie darf nicht abtrocknen, d.h. hell werden. Sollte sich, bedingt durch Stillstandszeiten, trotzdem eine Zementleimhaut gebildet haben, so ist diese wahlweise mittels Sand- bzw. Hochdruckwasserstrahlen wieder aufzurauhen, da sich stets eine Trennschicht bildet.

Die Oberfläche zwischen den einzelnen Schichten darf nicht geglättet werden, lediglich die Abschlußbeschichtung, wobei kurz vor dem Glätten mit einem Edelstahlglätter die Oberfläche mittels Besen oder. Quast abgezogen wird, um Lufteinschlüsse während des Glättvorganges zu vermeiden.

Bei stark korrodierten und demnach zerklüfteten Oberflächen ist der Frischmörtel nach dem 1. bzw. 2. Beschichtungsvorgang mittels Bürstverfahren zu egalisieren, um nach Abschluß der Beschichtung ein homogenes Spritzbild zu erzielen. Bauwerksfugen sind zu übernehmen und dauerelastisch auzubilden. Der Materialverbrauch des Kombina TT beträgt 21 kg/qm bei einer Beschichtungsdicke von 10 mm, wobei ein Rückprallverlust von ca. 3% einzurechnen ist.

Nachbehandlung der Mörtelbeschichtung: 
 
Die fertige Beschichtungsoberfläche ist grundsätzlich vor einem zu schnellen Austrocknen zu schützen.

Wechselbelastungen: trocken naß trocken usw. sind auszuschließen. Die fertigen Oberflächen werden entweder mit nassen Tüchern oder Laken abgedeckt und mit Kunststoff-Folie gegen das Austrocknen geschützt. Ein anderer Oberflächenschutz ist kontinuierliches Nachbefeuchtung über einen Zeit von mindestens 3 Tagen mittels Wasserberieselungsanlagen, wie bei der Betonuntergrundvorbereitung beschrieben. Berieselung nicht vor 24 Stunden bei 20°C beginnen Starker Wind, Durchzug, sowie intensive Sonneneinstrahlung wirken sich negativ auf den Erhärtungsvorgang des Mörtels aus. ( Gefahr der Schwindrißbildung )

Bei geschlossenen Trinkwasserbehältern sind nach Arbeitsende die Luken zu schließen. Deckenflächen, die von außen direkt durch die Sonne beschienen werden, müssen trotzdem befeuchtet werden. Die Oberflächentemperatur kann stark steigen und zur Wasserverdunstung auch bei geschlossenen Behältern führen.