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| Mörtelarten und Anforderungen |
| Mörtelarten und deren Anwendungsbereiche für Neubau und Instandsetzung |
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1. Mauermörtel
Mauermörtel ist in seiner Konsistenz steif bis plastisch und wird zum Mauern von Kanalklinkern für Kanäle und Schächte eingesetzt. Bermen können unter Verwendung von Mauermörtel hergestellt werden. Die Körnung ist < 4 mm. Der Mauermörtel hat die Aufgabe, die Kanalklinker, Steine fest und dauerhaft zu einer Einheit zu verbinden. Er überträgt im wesentlichen Druckkräfte und gleicht Unebenheiten zwischen zwei Bauteilen aus. Das Mauerwerk muss vollfugig erstellt werden. Bei höheren Anforderungen an den Korrosionsschutz ist die Fuge ca. 2cm auszukratzen und anschließend mit einem Fugenmörtel höherer Beständigkeit
zu verfugen. 
2. Fugenmörtel
Fugenmörtel ist in seiner Konsistenz steif bis plastisch. Die Körnung ist < 2 mm. Mit dem Fugenmörtel werden Mauerwerksfugen verfugt, Rohrstöße verfüllt, sowie korrodierte als auch ausgewaschene Fugen wieder verfüllt. Schachtringfugen werden mit Fugenmörtel auf 2 4 cm Tiefe verschlossen. Hohlkehlen, kleinere Fehlstellen, die nicht flächige Ausdehnungen haben, und Risse werden mit Fugenmörtel geschlossen. Im begehbaren Rohrbereich werden Seiteneinläufe ebenfalls mit Fugenmörtel eingebunden. Die Anwendungen können sich mit dem Reparaturmörtel überschneiden.
3.
Beschichtungsmörtel
Beschichtungsmörtel sind in der Konsistenz plastisch bis weich plastisch. Sie werden zur nachträglichen Beschichtung von Beton, Mauerwerk oder Stahlbauteilen in allen Lagen eingesetzt. Die Körnung variiert von 0,5 mm 4 mm, Beschichtungsmörtel werden von Hand oder maschinell aufgetragen. Sie dienen auch zur Wiederherstellung oder Verbesserung der statischen Festigkeit der Bauteile, der Abriebfestigkeit, Erhöhung der Korrosionsfestigkeit, auch zur Herstellung von Abdichtungen gegen drückendes Grundwasser als positive und negative Abdichtung. Die Schichtdicken liegen in vielen Fällen zwischen 5 30 mm, bei Sanierungen mindestens 8 mm. Es werden sowohl Teil- als auch die Gesamtflächen
von Abwassertechnischen Bauwerken beschichtet.
Im Neubau sind auch Dichtschlämmen mit Schichtdicken < 3 mm unter den Beschichtungen einzuordnen. Sie stellen einen Sonderfall dar und dienen nur zur Herstellung und einer Abdichtung und zum Teil zur Instandsetzung der Oberfläche. 
4. Reparaturmörtel
Reparaturmörtel ist in seiner Konsistenz steif plastisch weich plastisch. Die Körnung ist in der Regel < 4,0 mm. Er dient zur partiellen Sanierung, Instandsetzung und Reprofilierung von schadhaften Bauteilen aus Beton oder Mauerwerk. Auch werden Einbauteile mit dem Mörtel eingesetzt oder beigeputzt. Sein Einsatzbereich überschneidet sich mit dem Fugen- und Beschichtungsmörtel. 
5. Schachtkopfmörtel
Der Schachtkopfmörtel ist ein Mauermörtel oder Fließmörtel
mit besonderen Festigkeitsanforderungen. Er wird auch zur Schachtrahmenregulierung
eingesetzt. 
6. Fließmörtel
Fließmörtel sind in ihrer Konsistenz fließfähige bis dünnflüssige Suspensionen. Sie werden als Vergussmörtel eingesetzt zum Verfüllen von oben zugänglichen Hohlräumen
z. B. Sohlhalbschalen. Bei der Schachtrahmenregulierung also im Schachtkopfbereich siehe 4.1.5.. Körnung < 8 mm. Fließmörtel in dünnflüssiger Konsistenz werden beim Relining zum Verfüllen von Ringspalten zwischen Kunststoffrohr und Altrohr eingesetzt. Körnung < 0,5 mm. Es werden schwere Mörtel mit einer Rohdichte > 1,3 kg/dm³ und leichte Mörtel mit Rohdichten zwischen 1,2 kg/dm³ und > 0,7 kg/dm³ unterschieden. Ferner unterscheidet man zwischen festen raumbeständigen Suspensionen mit geringen Festigkeiten und Fließmörteln mit höheren Festigkeiten. 
7. Verlegemörtel
Verlegemörtel sind in der Konsistenz weich plastisch. Sie dienen zum Verkleben von Fliesen sowohl kleinformatigen als auch großformatigen Platten aus Keramik oder Schmelzbasalt mit Schwalbenschwanz oder Aufrauhungen auf der Rückseite. Sie werden in Kanälen in allen Lagen eingesetzt. Sie sind nach Aushärtung auch bei rückwärtiger Durchfeuchtung geeignet. In der Regel werden die Platten im Butteringfloating Verfahren verlegt. Manche Verlegemörtel werden gleichzeitig auch zur Reprofilierung eingesetzt. 
8. Injektionsmörtel
Der Injektionsmörtel ist in der Konsistenz weich- bis dünnflüssig. Er wird eingesetzt bei der Seiteneinlaufsanierung mit Robotern, zur nachträglichen Abdichtung von undichten Bauteilen, besonders in Trinkwasserschutzzonen, Rißinjektion und zur Bodenstabilisierung im Neubau. Mit Injektionsmörtel lassen sich auch größere Wassereinbrüche auch im fließenden Grundwasser abdichten. Aufgrund der Zementinjektionstechnik können in kürzester Zeit große Mörtelmengen verarbeitet werden. Hierdurch sind große Hohlräume statisch tragend zu verfüllen. Die Körnungen sind auf den Anwendungsfall abzustimmen und sind < 0,5 mm.
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