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KANALSANIERUNG
Bewährte Seiteneinlaufanbindung mit ERGELIT Kanaltec CF und Hächler Robotertechnik

Ende der 1980er Jahre hatte die maschinelle Sanierung von Seiteneinläufen technisch noch kein besonders hohes Niveau erreicht. Zur Weiterentwicklung der Technik war nun ein Mörtel gefragt, der wasserdicht und korrosionsfest sein sollte, gleichzeitig aber auch über längere Strecken verpumpt und durch relativ dünne Schläuche gefördert werden könnte. Die allgemein bekannte Verfahrenstechnik arbeitete mit kleinen Mörtelmengen aus Kartuschen o.ä. Die Wasserbelastbarkeit musste nach spätestens einer Stunde möglich sein.

Damals unternahm die Hermes Technologie, Schwerte, erste Schritte zur Entwicklung vom ERGELIT-Kanaltec für die Seiteneinlaufsanierung durch Unterstützung von Robotern. Eine langjährige, auf Rückmeldung von Anwendern gestützte Arbeit war angestoßen. Immer wieder wurde der Mörtel in Feldversuchen verbessert und den technologischen Anforderungen des Marktes angepasst. Heute stehen dem Markt gleich 3 Produkte zur Verfügung. Mit Kanaltec is ein Mörtel, der sehr leicht in der Anwendung ist. ERGELIT-Kanaltec cF. der Mörtel. der zur guten Kenntlichmachung rot ist und durch Fasern verstärkt wurde. Mit Kanaltec cF-HS steht ein Mörtel zur Verfügung, der nach dem Säurebadversuch auch für den Einatz bei starkem Säureangriff möglich ist.

Das Ergebnis ist also eine hervorragendes Produktreihe, die zur Reparatur der häufigsten Schadensursache im Kanal eingesetzt wird. Die bewährte Technik in Verbindung mit dem ERGELIT-Kanaltec ist in der Lage, einen schlechteingebunden Seiteneinlauf dauerhaft dicht und fest anzubinden. Bei renovierten Kanalrohren hat sich diese Technik unter Einsatz von zementgebundenen Injektionsmörteln ebenfalls erfolgreich bewährt.

ERGELIT-Kanaltec ist ein umweltfreundliches Produkt und konform mit der EN 1504. Es kann auf Grund seiner Zusammensetzung in allen Grundwasserschutzzonen eingesetzt werden. Kanaltec ist völlig schadstofffrei und kann somit selbst in frischem Zustand keine schädlichen Substanzen an die Umwelt abgeben. Der Eluationsversuch des Hygiene Instituts belegt dies. Für das ERGELIT-Kanaltec CF hat auch das DiBT die Zusammensetzung auf schädliche Substanzen überprüft, und bestätigt das Fehlen solcher Substanzen. Die bauaufsichtliche Zulassung wurde bereits vor Jahren erteilt. ERGELIT-Kanaltec ist wasserdicht und korrosionsfest. Somit ist es in allen kommunalen Abwasserbereichen einsetzbar.

Die Biegezugfestigkeiten und Druckfestigkeiten liegen um ein vielfaches höher als die Festigkeiten der zu verbindenden Rohre. D.h., dass bei sachgemäßem Einsatz die "Schweißstelle" besser hält als das Hauptrohr oder die Anschlussleitung. Die Haftzugfestigkeit auf Beton oder Steinzeug ist hervorragend und die Haftzugfestigkeit auf Linern ist gut. Die Scherfestigkeit des Mörtels ist überragend. Eine hohe Haftzugfestigkeit ist eigentlich gar nicht erforderlich, da der Mörtel in einen Hohlraum gepresst wird und diesen formschlüssig verfüllt. Ähnlich einem Korken in einer Weinflasche verkrallt er sich in den Hohlräumen, Spalten und Rissen. Er kann auf Grund seiner Viskosität auch in den Zwischenraum zwischen Liner und Hauptrohr eindringen und dichtet auch diesen Spalt im Anschlussbereich sicher und dauerhaft ab.

Kanaltec CF nach 100 HD SpülangriffenDer Mörtel ist schrumpffrei. Er wurde auch dem Hamburger Spülversuch, 50 Versuche ohne und 50 Versuche mit Split, unterzogen und war danach so gut wie neu. Zu vernachlässigende, minimale Schönheitsfehler waren zu erkennen.

Wie bereits oben berichtet kann dieser Mörtel über sehr lange Schlauchlängen gepumpt werden. Lediglich unter –5°C – also bei Temperaturen bei denen kaum noch jemand arbeitet – sind Sondermaßnahmen erforderlich.

Im Verlauf der vergangenen Jahre sind Tausende Seiteneinläufe in den verschiedensten Varianten mit Linern fast jeder Bauart saniert worden. Die anbietenden Sanierungsfirmen können inzwischen beeindruckende Referenzlisten vorlegen.

Der Mörtel und die Anforderungen hierfür werden in der GSTT Information Nr. 18 beschrieben. Der W/Z Wert liegt in einem sehr guten Bereich. Da der Mörtel sehr fein ist, kann er leicht auch in feinste Risse eindringen und diese abdichten. Kaum ein anderes Reparaturverfahren stellt sicher, dass alle Hohlräume hinter dem Rohr sicher verfüllt werden. Der Materialtransport ist einfach, die Aufbereitungstechnik ist sicher und ungefährlich. Die Anwender sind gut geschult und liefern regelmäßig eine qualitativ hochwertige Leistung ab.

Sehr viele Reparaturen von Seiteneinläufen sind heute deshalb notwendig, weil Kostendruck schon bei der Erstellung des Anschlusses den Fehler verursacht hat.

Wie bei allen Arbeiten führt auch bei dem oben geschilderten Verfahren nur die Beachtung aller Randbedingungen zum Erfolg. Es muss sichergestellt sein, dass nicht aus Kostengründen z.B. die vorbereitenden Fräsarbeiten unsachgemäß durchgeführt, oder falsche Packer eingesetzt werden. Auch die Personalschulung spielt eine große Rolle. Bedienungsfehler sind nicht selten der Grund für mangelhafte Sanierung. Externe Bedingungen wie unkontrollierte Feuchtigkeit oder unzulässige Belüftung führen in vielen Fällen ebenfalls zu schlechten Reparaturergebnissen. Teilweise wird den Ursachen hierfür nicht wirklich auf den Grund gegangen.

Fälschlicherweise einigen sich die Beteiligten im Schadensfall nicht selten darauf, dass das gewählte Verfahren in diesem speziellen Fall grundsätzlich nicht einsetzbar sei. Der Auftraggeber zahlt noch einmal und der Auftragnehmer hat keinen wirtschaftlichen Schaden.

Das kann nicht die Lösung sein. Ausgereifte Sanierungsverfahren dürfen nicht durch nachlässige oder fehlerhafte Anwendung in Misskredit geraten.

Die Systemanbieter bieten ihren Kunden Schulungen an. Viele nehmen diese Angebote in Anspruch aber eben nicht alle.

Auftraggeber und Auftragnehmer tragen gemeinsam die Verantwortung für eine ordentliche, dauerhafte Arbeit in diesem "öffentlichen" Marktsegment. Es muss wirtschaftlich gearbeitet werden, auch sparsam.

Aber: Sparen heißt nicht kein Geld auszugeben! ( Robert S. McNamara )