Kürzlich wurden in der Stadt Leoben (Steiermark) ca. 450 m korrodiertes Kanalrohr - Eiprofil DN 600/900 - im Horizontal-Anschleuderverfahren mit einer neuen Auskleidung aus ERGELIT Trockenmörtel beschichtet.
Der Mischwasserkanal der direkt neben der Mur verläuft war in die Jahre
gekommen und sollte für die nächsten Jahrzehnte renoviert werden. Die Beschichtung
sollte die Wasserdichtigkeit und Korrosionsfestigkeit der Kanalwandung
erhöhen und Auswaschungen, Löcher und Risse verfüllen. Die Profis der Welser
(OÖ) Firma DDS erhielten
den Sanierungsauftrag und führten erstmalig diese Arbeiten durch. Sie wurden
fachlich von der KASPER Technologie (Schwanenstadt, Oberösterreich) unterstützt.
Kasper stellte eine KS-ASS Beschichtungsanlage zur Verfügung und lieferte
den ERGELIT Beschichtungsmörtel.
Im KS-ASS Fahrzeug befanden sich alle nötigen Geräte für die Beschichtung.
DDS Rohrtechnik ergänzte die Ausrüstung mit einer Winde mit deren Hilfe der
Schleudermotor mit ca. 80cm pro Minute durch den Kanal gezogen wurde.
Zunächst musste der Kanal gereinigt werden. Hierzu wurde ein Rotationswaschkopf mit Verlängerungsrohren versehen und langsam im oberen und unteren Querschnittsbereich durchgezogen. Durch die Verlängerungsrohre konnte im geringen Abstand zur Wandung der Kanal optimal gereinigt werden. Für den Waschkopf wurde ein auf den Durchmesser abgestimmter Fahrwagen eingesetzt. Deutlich war die Qualität der Reinigung im vergleich zur üblichen Kanalreinigungsdüse sichtbar. Es galt hier einen tragfähigen Untergrund zu erstellen. Nach dem dieses 1. Ziel erreicht wurde begann nach kurzer Arbeitsunterbrechung infolge von sehr starken Regenfällen die Beschichtungsarbeit.
Im KS-ASS Fahrzeug wurde der ERGELIT-KS Trockenmörtel mit Wasser gemischt. Der so mit gleichmäßiger Konsistenz gemischte Frischmörtel wurde mit der Pumpe über bis zu 50m Schlauchlänge sicher zum Schleudermotor gepumpt. Der Schleudermotor schleuderte mit 5000 Umdrehungen pro Minute das ERGELIT Material an die Wandung. Durch die besondere Stellung des Schleuderkopfes war eine gleichmäßige Schichtdicke zu erreichen.
Ausgeschrieben wurde durch das Büro Dr. Lengyel ZT GmbH Wien, in Anlehnung an die GSTT Information 18 und DWA M 143-17 vorgeschriebenen 8 mm Schichtdicke bei alten Rohrleitungen. Löcher, Risse und Auswaschungen wurden händisch vor dem Anschleudern vorprofiliert. Reinigung, Vorarbeiten und Auskleidung erfolgten zügig und nach 2 Wochen waren die Sanierungsarbeiten abgeschlossen. Durch den kurzen Wasserbelastungszeitpunkt des verwendeten Mörtels konnte das Risiko einer Beschädigung der Beschichtung deutlich reduziert werden. Alle
Beteiligten waren mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
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